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Sonderausstellung: emotion Verkehr - Plakate aus der Sammlung
Eiselin |
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Unter dem Titel emotion Verkehr zeigt die ETH-Bibliothek eine
Ausstellung von Plakaten aus dem umfangreichen Bestand der Sammlung Eiselin.
Anhand von 30 Exponaten werden die Höhepunkte der Geschichte der
Plakatkunst zum Thema Verkehr präsentiert. Die ausgestellten Plakate
sind Ausdruck von Werbebedürfnissen der Wirtschaftszweige Verkehr und
Tourismus im Spiegel des vergangenen Jahrhunderts. Sie geben auf der einen
Seite einen Einblick in die Geschichte dieser Wirtschaftszweige. Andererseits
informieren sie über die Entwicklung der Plakatkunst wie der Graphik und
Malerei insgesamt. Aus vielen Stilepochen gibt es Beispiele, massgebliche
Künstler der Schweiz wie auch des Auslands sind vertreten. Das Panorama
reicht von Cardinaux' Zermatt-Plakat als Beispiel für regionale
Verkehrswerbung über Cassandres "Nord-Express"-Plakat, ein Werbeplakat
für Schlafwagen europäischer Eisenbahnlinien, bis zu Ernst
Morgenthalers "Mit der Bahn hinaus ins Freie", das für den
Publizitätsdienst der SBB entworfen wurde. Die Ausstellung findet vom
31. März bis 5. Juli 2003 im Foyer der ETH-Bibliothek, Rämistrasse
101, Zürich, statt und ist jeweils Mo-Fr 8.30-21 h und Sa 10-16.45 h
geöffnet. |
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Geschichte der Plakatkunst |
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Die
Anfänge des modernen Bildplakates reichen bis in die Mitte des 19.
Jahrhunderts zurück. Zu diesem Zeitpunkt waren die technischen
Voraussetzungen für eine preisgünstige Papierherstellung und die
lithographische Drucktechnik gegeben. Das künstlerisch gestaltete Plakat
jedoch entwickelte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Zuerst in Paris,
wo junge Avantgardisten wie Henri de Toulouse-Lautrec und Pierre Bonnard sich
durch das grosse Format und die Öffentlichkeit der Plakate herausgefordert
sahen. Die um sich greifende Plakatbegeisterung, die sich dann auch in den USA
und in den übrigen europäischen Ländern entwickelte, brachte
viele Künstler dazu, sich mit diesem neuen Medium zu befassen. |
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In
dieser Ausstellung sind so "grosse" Namen wie die von Ludwig Hohlwein, A.M.
Cassandre oder Emil Cardinaux vertreten. Mit diesen Künstlern sind
gleichzeitig die Stilrichtungen ihrer Zeit verbunden, etwa Jugendstil, Art
Deco, Neue Sachlichkeit, Expressionismus, Konstruktivismus, Pop Art und andere.
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Die
Ausstellung zeigt gleichzeitig, dass Plakate nicht nur ein Medium der Werbung
oder der Information sind, sondern auch ein facettenreicher Spiegel der
Gesellschaft ihrer jeweiligen Zeit. Als Massenmedium mit fast ubiquitärer
Präsenz haben sie sich in den visuellen Erfahrungshorizont der letzten
hundert Jahre eingeprägt und ihre Wirksamkeit entfaltet. Das Plakat
verdichtet den Zeitgeist und bringt populäre ästhetische
Leitvorstellungen auf den Punkt. |
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Bekannte Plakatkünstler |
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Ludwig
Hohlwein (1874-1949) Nach einem Architekturstudium in München und
Dresden beginnt Hohlwein im Jahr 1906 mit ersten Plakaten für
Jagdausstellungen. In den folgenden Jahren entwickelt sich parallel zu dem
sogenannten Sachplakat der "Hohlweinstil". Die in Form- und Farbgebung
originellen und werbewirksamen Plakate werden auch heute noch nachgedruckt. Um
1925 zählte Hohlwein zu den bekanntesten Graphikern seiner Zeit. In
der Ausstellung ist das Plakat "Hacker Bräu München" aus dem Jahr
1914 zu sehen. |
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A.M.
Cassandre (1901-1968) Nach einem Studium der Malerei interessiert sich
Cassandre (eigentlich Adolphe Mouron) schon sehr früh für die
Plakatmalerei und gewann 1919 den dritten Platz bei einem Plakatwettbewerb. Er
zählte zu den grossen Gestaltern und Werbegrafikern des 20. Jahrhunderts.
In den frühen 1920er Jahren entwickelte er seinen unverwechselbaren
Plakatstil, der die Errungenschaften der Avantgarde aufnahm. Das am meisten
bestechende Merkmal war die geometrische Konstruktionsweise, mit der er seine
Plakate und Schriften entwarf. Bereits im Jahr 1936 wurde im Museum of Modern
Art in New York eine Retrospektivausstellung seiner Plakate gezeigt. In der
Ausstellung sind die Plakate "NORD-EXPRESS" und "ÉTOILE DU NORD", beide
aus dem Jahr 1927, zu sehen. |
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Emil
Cardinaux (1877-1936) Nach einem Studium der Jurisprudenz und dem
gleichzeitigen Besuch der Kunstschule in Bern und der Münchner Akademie
wendet sich Cardinaux ab 1906 der Plakatgestaltung zu. Er gehört zu den
wichtigsten Begründern des künstlerischen Plakates in der Schweiz.
Internationale Bekanntheit errang er 1908 mit seinem Plakat "Zermatt". Die
monumentalisierende Vereinfachung des Bergmotivs, der Verzicht auf Details, die
Verfremdung der Farbgebung machen dieses Plakat zu einem Klassiker der
Plakatkunst. In der Ausstellung ist neben dem Zermatt-Plakat noch das
Plakat "Jungfrau-Bahn" von 1910 zu sehen. |
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Der Sammler Eiselin |
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Rolf
Eiselin wurde im Jahr 1925 in Zürich geboren. Sein Studium der Architektur
an der ETH Zürich beendete er 1951 mit dem Diplom. Er arbeitete als
Architekt in der Schweiz und in den USA. Schon als Schüler begann er
mit dem Aufbau seiner umfangreichen Plakatsammlung. Sie dokumentiert die
Geschichte der Plakatkunst von ihren Anfängen bis heute und ist zugleich
ein Spiegel der Geschichte des vergangenen Jahrhunderts. Die eigenen
graphischen Werke von Rolf Eiselin wurden in zahlreichen Ausstellungen in aller
Welt gezeigt. |
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Ergänzt wird die Präsentation durch eine
virtuelle Ausstellung. |
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Weitere Auskünfte erhalten Sie:
ETH-Bibliothek
Dr. Margit
Unser Rämistrasse 101 8092 Zürich Tel: +41 (0)1 632 64
77 E-Mail: unser@library.ethz.ch |
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