| 14. Dezember 1546 |
Geburt von Tycho (Tyge)
Brahe in Knudstrup (Dänemark) als Spross eines einflussreichen
Adelsgeschlechts. Kindheit und Erziehung bei einem wohlhabenden Onkel und
dessen Frau. |
|
| 1559 - 1562 |
Studium der "freien Künste" (artes
liberales: Grammatik, Logik, Rhetorik; Arithmetik, Geometrie, Astronomie,
Musik) an der Universität Kopenhagen. |
| 1562 - 1565 |
Fortsetzung des Studiums in Leipzig zur
Vorbereitung einer Laufbahn im Staatsdienst, nächtens aber intensive
Beschäftigung mit Astronomie. |
| August 1563 |
Erste verbürgte astronomische
Beobachtung: die Konjunktion von Jupiter und Saturn. Dabei stösst Brahe
auf grosse Unzulänglichkeiten in den gängigen Vorausberechnungen der
Gestirnspositionen. |
| 1565 - 1570 |
Ausgedehnte Studienaufenthalte in
Wittenberg, Rostock, Basel, Augsburg. Beschaffung mathematischer und
astronomischer Geräte. |
| 1571 |
Unstandesgemässe Heirat mit
einer Pfarrerstochter. Mit ihr hat er acht Kinder. Beschäftigung mit
Alchemie. |
| 11. November 1572 |
Beobachtung des "neuen Sterns"
im Sternbild Cassiopeia. Brahe weist nach, dass sich der neue
Himmelskörper ausserhalb der Mondbahn befinden muss. |
| 1576 |
Mittels grosszügiger
finanzieller Zuwendungen durch König Frederik II. lässt Brahe
Uraniborg erbauen, die damals grösste Sternwarte Europas, auf der Insel
Hven (heute: Ven). In den darauffolgenden 20 Jahren führen Brahe und seine
Mitarbeiter in Uraniborg eine grosse Zahl sehr präziser, rein visueller
Positionsmessungen der Gestirne durch. |
| 1577 |
Beobachtung eines Kometen. Brahe
weist nach, dass es sich um ein astronomisches Phänomen und nicht um eine,
wie bis anhin angenommen, atmosphärische Erscheinung handelt. |
| 1597 |
Nach anhaltenden Differenzen mit
dem neuen König Christian IV von Dänemark, dem Adel und der Kirche
verlässt Brahe das Land und lässt sich schliesslich auf Schloss
Benatky in der weiteren Umgebung von Prag unter der finanziellen Obhut Kaiser
Rudolfs II. nieder. |
| 1600 |
Johannes Kepler kommt auf
Einladung Brahes nach Benatky und wird einer von Brahes Gehilfen. |
| 24. Oktober 1601 |
Tycho Brahe stirbt an den
Nachwirkungen eines zu oppulenten Banketts in Prag. |
| |
|