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Aktuell > Porträt des Monats |
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Zum 120. Geburtstag
von Hermann Weyl, Professor für höhere Mathematik an der ETH
Zürich |
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| Porträt |
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Hermann Weyl Porträt aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek |
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| Leben |
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Hermann Weyl wurde am 9. November
1885 in Elmshorn als Sohn eines Bankdirektors geboren. Nach dem Abitur in
Altona studierte er von 1904 bis 1908 Mathematik und Physik an den
Universitäten Göttingen und München als Schüler von David
Hilbert und Hermann Minkowski. Seine Dissertation, welche die singuläre
Integralrechnung behandelte, und andere frühe Arbeiten - etwa über
die Spektren der Hohlraumstrahlung - galten exakten mathematischen Problemen.
Bereits mit seiner Habilitation 1910 bearbeitete er jedoch ein allgemeineres
Problem der Spektraltheorie. |
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1913 wurde Weyl als Professor
für höhere Mathematik an die ETH Zürich berufen, wo er mit
Albert Einstein bekannt wurde. In seine Zürcher Zeit fiel die Publikation
dreier Werke, denen grosse Aufmerksamkeit zuteil wurde. Die Idee der
Riemannschen Fläche von 1913 legte wichtige Grundlagen für die
Theorie der Mannigfaltigkeit. 1918 erschien Raum - Zeit - Materie, worin Weyl
die Allgemeine Relativitätstheorie in mathematischem Gewand
präsentierte. Das Werk wurde zu einem der meistgelesenen Bücher
über die Relativitätstheorie. Seinen vielleicht erfolgreichsten und
weit reichendsten Beitrag zur modernen Physik publizierte Weyl 1928 mit dem
Buch Gruppentheorie und Quantenmechanik. |
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1930 folgte er einem Ruf seiner
ehemaligen Alma Mater und kehrte nach Göttingen zurück, wo er die
Nachfolge seines Lehrers Hilbert antrat. Er entschloss sich aber 1933, sich
seinen vielen entlassenen Kollegen anzuschliessen und in die USA zu emigrieren.
In Princeton forschte Weyl am Institute for Advanced Studies einmal mehr als
Kollege Einsteins. Er widmete sich hier auch verstärkt philosophischen
Fragen. Nach seiner Emeritierung 1951 war Hermann Weyl auch weiterhin in
Zürich tätig, wo er am 8. Dezember 1955 starb. |
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| Handschrift |
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Brief von Hermann Weyl an den
Schweizer Mathematiker Paul Bernays vom 4. August 1935 (Hs 91:12) |
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| Bestand |
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In den Archiven und Nachlässe befinden sich Manuskripte
und eine umfangreiche Korrespondenz. Das Verzeichnis kann in der
ETH E-Collection eingesehen werden. In den Biographischen
Dossiers werden weiterhin Informationen zu Leben und Werk von Hermann Weyl
gesammelt. Das Bildarchiv verfügt
über einige Bilddokumente zu Hermann Weyl. Die ETH-Bibliothek besitzt
zahlreiche Publikationen von und über Hermann Weyl, die über
NEBIS bestellt werden
können. |
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